Matthias Miersch: „Die Energiewende darf nicht von Partikularinteressen ausgebremst werden!“
Christoph Schmid: „Der Ausbau Erneuerbarer Energiequellen ist ein Beitrag zu mehr Resilienz und Sicherheit in unseren Kommunen.“
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch diskutiert mit Bundestagsabgeordneten Christoph Schmid und Kommunalpolitiker:innen zur Energiewende
Wie kann die Energiewende gelingen, ohne Strom und Heizen unbezahlbar zu machen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung „Energiewende vor Ort meistern“ am Freitag, 23.01.2026 in Oettingen. Auf dem Podium saßen neben dem SPD-Bundestagsabgeordneten Christoph Schmid auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Miersch sowie die SPD-Landratskandidatin Claudia Müller und gastgebender Bürgermeister Thomas Heydecker.
Matthias Miersch machte deutlich: „Wir erleben gerade, wie mächtige Lobbygruppen versuchen, fossile Energien wieder nach vorne zu schieben. Davon profitieren wenige, bezahlen müssen es am Ende viele. Denn Erneuerbare Energien sind langfristig die günstigste Energieform. Unser Ziel ist klar: Strom und Heizen müssen für alle bezahlbar bleiben. Gleichzeitig müssen wir unser Klima schützen. Alles andere hätten enorme gesellschaftliche Sprengkraft. Wichtig ist: Die Energiewende darf nicht von Partikularinteressen ausgebremst werden.“
Bürgermeister Thomas Heydecker machte deutlich, wie Oettingen die Energiewende konkret umsetzt: Er habe bereits zusammen mit interessierten Bürger:innen ein Klimaschutzkonzept für Oettingen erarbeitet und dezentrale Energiequellen wie Freiflächen-Photovoltaik-Anlangen auf den Weg gebracht. Zudem gebe es eine genossenschaftliche Initiative zur Wärmeversorgung, u.a. durch eine innovative Flusswasser-Wärmepumpe, die durch die Stadt unterstützt werde. "So schaffen wir Akzeptanz für Erneuerbare Energien und schöpfen große Vorteile gegenüber den fossilen Energien voll aus", betonte Heydecker.
Claudia Müller skizierte als Kreisrätin und Landratskandidatin den Prozess zur Änderung der Flächennutzung im Donau-Ries. Sie möchte Windkraftanlagen im Landkreis so planen, dass die Bürger:innen von den Windrädern direkt profitieren, die sie in der Nachbarschaft stehen haben. Dabei möchte sie ihren Sachverstand als Bauingenieurin für Infrastrukturprojekte als zukünftige Landrätin einbringen.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Schmid freute sich über das rege Interesse an der Veranstaltung. Er betonte, dass Erneuerbare Energien Kommunen unabhängiger und krisenfester machen: „Die einseitige Abhängigkeit von russischem Gas war ein Fehler und daraus sollten wir alle lernen. Der Ausbau Erneuerbarer Energiequellen ist ein Beitrag zu mehr Resilienz und Sicherheit in unseren Kommunen.“ Zu der Veranstaltung kamen gut 50 Interessierte, die in nostalgischer Kino-Atmosphäre ihre Fragen an die Bundes- und Kommunalpolitiker:innen stellen konnten.
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