Verteidigungsminister Boris Pistorius zu Gast in Nördlingen

05. Februar 2026

Am Montag, 02.02.2026 kam auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Christoph Schmid der Verteidigungsminister Boris Pistorius nach Nördlingen. In einem vollen Stadtsaal sprach er über die Herausforderungen, die Angriffe auf die Demokratie im Inneren sowie im Äußeren mit sich bringen. Welche Rolle dabei die Kommunen vor Ort haben, unterstrich in ihrem Beitrag die Landratskandidatin und Kreisrätin Claudia Müller.

Für die Landratskandidatin Claudia Müller war klar: Kommunen sind die Basis staatlichen Handelns. „Als Landrätin werde ich die oberste Katastrophen-Schützerin des Landkreises sein“, stellte sie fest. Damit sei einerseits der Schutz vor den Folgen von Umweltkatastrophen und Naturereignissen gemeint, aber genauso auch der Schutz vor Angriffen auf die Stromversorgung und IT-Systeme. „Es läuft schon vieles gut in unserer Region, aber um die Resilienz zu stärken möchte ich, dass die örtliche Infrastruktur beispielsweise der Freiwilligen Feuerwehren erhalten bleibt und dass die Blaulicht-Organisationen noch besser vernetzt werden.“ Darüber hinaus werde sie sich für die Nachwuchsgewinnung einsetzen. Sie betonte: „Resilienz ist kein statischer Zustand. Sie ist ein andauernder Prozess, den ich mit den Bürgerinnen und Bürgern und den Kommunen gemeinsam gestalten und begleiten möchte.“

Von den Herausforderungen vor Ort leitete MdB Christoph Schmid zu den Themen der Landesverteidigung über. Im Operationsplan Deutschland werde ein wesentlicher militärischer Anteil an der Gesamtverteidigung Deutschlands koordiniert. Er führt zentrale militärischen Bestandteile der Landes- und Bündnisverteidigung mit den notwendigen zivilen Unterstützungsleistungen zusammen und muss damit auch kommunal umgesetzt werden. Schmid betonte in diesem Zusammenhang, dass die Kommunen das Herzstück der staatlichen Organisation seien: „Wir müssen daher dafür sorgen, dass Kommunen finanziell gut ausgestattet sind. Denn dort regeln engagierte Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker das Leben der Menschen vor Ort“, so Schmid.

Der Verteidigungsminister Boris Pistorius legte ebenfalls Wert darauf, seine kommunalpolitischen Jahre in der Politik zu beachten: Als ehemaliger Oberbürgermeister seiner Heimatstadt Osnabrück kenne er die Themen der Kommunen von der Pike auf. Er betont, dass viele im Alltagsleben nicht gerne über Sicherheitsfragen nachdenken würden. Man setze Sicherheit voraus und nehme sie als gegeben hin. Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine würden diese Fragen von Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit wieder ins Bewusstsein gerufen. Der Austausch darüber sei notwendig, weswegen er sich über die Einladung nach Nördlingen und das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern sehr freue.

Die Baltischen Staaten hätten bereits 2014 mit der russischen Invasion auf der Krim den Weckruf gehört. In Deutschland hätte man unterdessen die Snooze-Taste gedrückt. Das müssen man nun aufholen. Deutschland stehe bereits gut da und die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr würde bei internationalen Bündnispartnern einen exzellenten Ruf genießen. Es gehe aber gerade auch darum, in der Zivilbevölkerung und in den zivilen Organisationen das Bewusstsein zu schärfen: Das Land hinter der Bundeswehr müsse ebenfalls funktionieren und verteidigungsbereit sein.

Bereits im Vorfeld wurden die Fragen aus dem Publikum gesammelt, die dann alle bei der anschließenden Podiumsdiskussion zur Sprache kamen. Themen aus der Industrie und erwartbaren Investitionen konnten ebenso positiv beantwortet werden wie die Debatte um das neue Wehrdienstmodell. Christoph Schmid habe sich hier besonders für die Stärkung der zivilen Freiwilligendienste eingesetzt. „Wir haben es geschafft, mehr Geld für die Freiwilligendienste einzustellen und so für mehr Akzeptanz des neuen Wehrdienstmodells gesorgt. Jugendliche werden so ermutigt, sich gesellschaftlich einzubringen – egal ob militärisch oder zivil“, führte Schmid aus.

Boris Pistorius 02.02.2026 in Nördlingen

Abschließend rief Verteidigungsminister Boris Pistorius zum Kampf für Rechtsstaatlichkeit auf. Freiheit und Demokratie sei die Basis für den Wohlstand. Auch am Tag der Kommunalwahlen in Bayern sei die Gelegenheit, sich für dafür stark zu machen.

Trotz schwieriger Themen schafften es die drei Diskutanten Claudia Müller, MdB Christoph Schmid und BM Boris Pistorius, den ca. 350 Gästen einige spontane Lacher zu entlocken. Den Blaulichtorganisationen dankte MdB Schmid herzlich für die Bereitschaft, den bereits vorbereiteten Saal für die Veranstaltung zur Verfügung zu stellen.

Kontakt
Christoph Schmid, MdB
Tel: 0906 – 1279 8530
Mobil: 0171 – 4283 624
christoph.schmid@bundestag.de

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